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Die Rogätzer Tischtennisfamilie hat vor Kurzem ihre Anfänge vor 70 Jahren mit einem Turnier und einem Beisammensein gefeiert

Erstellt: Montag, 11. Januar 2016 Geschrieben von Burkhard Steffen

Von Burkhard Steffen (Artikel aus der Volksstimme vom 08.01.2016)

Rogätz l Mehr als 50 Jahre lang stand Kurt Schmidt als Abteilungsleiter an der Spitze der Rogätzer Tischtennisspieler.
„Im Mai 1945 ging ich mit meinem Cousin Rolf Theuerkauf in die Gaststätte Hildebrandt, um etwas zu trinken und um


dort die englischen Besatzungssoldaten zu treffen, die ganz zugänglich sein sollten“, erinnert sich der heute 86-Jährige,
„dabei konnten wir nicht nur unser Schulenglisch in der Praxis anwenden, sondern lernten auch das Tischtennisspiel kennen.“

Die Platte hatten Kriegsgefangene aus Belgien und Frankreich aus groben Brettern, belegt mit einer Hartfaserplatte, gebaut.
„Nachdem die Engländer abgezogen waren, nutzten wir jede Gelegenheit, um Tischtennis zu spielen“, so Schmidt,
der alsbald an die zehn Sportler um sich scharte.

„Nachdem die Engländer abgezogen waren, nutzten wir jede Gelegenheit, um Tischtennis zu spielen.

Kontakte gab es zu Heini Leufert in Angern. Der hatte Tischtennis in der englischen Kriegsgefangenschaft kennengelernt
und baute in Burgstall eine Frauen- und eine Männermannschaft auf. 1946 wurden bereits die ersten Freundschaftsspiele ausgetragen.

„Ab 1947 gab es in der Kreisklasse dann die ersten Punktspiele. Mit Rolf Theuerkauf, Heinz Steinke, Helmut Förster, Walter Meier,
Fritz Albrecht, Helmut Albrecht, Reinhard Steinwerth und mir spielten wir unter anderem gegen Angern, Lindhorst, Elbeu, Samswegen,
Groß Ammensleben und Barleben“, erinnert sich Kurt Schmidt.

Probleme gab es mit den Spielbedingungen. „Wir zogen von Lokal zu Lokal. Das hatte erst mit dem Bau der Mehrzweckhalle ein Ende“,
so Schmidt über die Anfangsjahre. Er selbst kaufte 1953 nach einem Toto-Gewinn eine Tischtennisplatte für den Vereinssport.
„Die Quittung über die 180 Mark, damals viel Geld, habe ich heute noch.“

[Diese Rogätzer Tischtennismannschaft stieg 1954 in die Magdeburger Kreisliga auf: Dieter Sagrauske, Kurt Schmidt, Erich Borstelmann,
Rudolf Görges, Ewald Schapiewski und Günter Schmidt (v.l.).]


Die Erfolge der Rogätzer Tischtennissportler ließen nicht lange auf sich warten. Die Mannschaft stieg bis in die Bezirksliga auf.
Bis 1965 konnten auch alle Landsportpokale im Bezirk Magdeburg nach Rogätz geholt werden. Zahlreiche weitere Siege und gute Platzierungen,
auch auf nationaler und internationaler Ebene, ließen die Rogätzer Zellouloidkünstler bis heute folgen. Besonders erfolgreich war dabei Peter Ehrecke.

Ihr 70-jähriges Jubiläum feierten die Rogätzer Tischtennisspieler kürzlich mit einem fast siebenstündigen Turnier in ihrer neuen Heimstatt, der Elbe-Ohre-Sporthalle.



Sieger wurde das Zweierteam Ralf Zimper/Holger Wöllm vor Jens Ehrecke/Bruno Buckler sowie Jens Rosien/Yannick Rosien.
Freude gab es über die Teilnahme einiger ehemaliger Weggefährten, wie Matthias Wulf (Alveslohe), Jörg Kater (Rogätz) und Dieter Blachney (Magdeburg).
Zum Ausklang des Turniers fanden sich dann noch alle gemütlich in der MTS zusammen und schwelgten schmunzelnd in alten Erinnerungen.
Da konnte vor allem Kurt Schmidt die jüngeren Sportfreunde mit den Episoden aus den Anfangsjahren verblüffen.

 

[Kurt Schmidt mit einem Teil seiner umfangreichen Sammlung sportlicher Trophäen.]

 

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